Über die Wichtigkeit niemanden vollständig zu vertrauen.

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Über die Wichtigkeit niemanden vollständig zu vertrauen.

2013 / 06 / 17

Aus einer Serie von Vorträgen des Scheich Yasser al-Habib zum Thema: „Die Befreiung der Schiiten“

Am 15.06.2013 hielt Scheich Yasser al-Habib eine Rede über die Wichtigkeit niemandem vollständig zu vertrauen ohne sich selbst zu schützen. Menschen und Regierungen ändern ihre Haltungen und daher sollte man in persönlichen Beziehungen und politischen Allianzen besonders in der heutigen Welt der internationalen Verflechtungen niemals den anderen vollständiges Vertrauen schenken.

Hadithe über die Imame (Friede sei mit ihnen) deuten auf die Wichtigkeit hin sich selbst zu schützen indem man nie jemanden vollständiges Vertrauen schenkt. Dies verhindert auch das Vermischen und Verwechseln vom Falschen mit dem Wahren. Imam Sadiq (Friede sei mit ihm) sagte, man soll nie lemandem ganz vertrauen, sogar einen Bruder. Aber warum sollten man so vorsichtig sein? Man kann sich auf die feindlichen Handlungen eines Gegners vorbereiten, aber kann das gleiche über den Verrat durch einen Bruder oder eines Verbündeten gesagt werden?

Gerade heute sehen wir viele Schiiten welche ihr vollstes Vertrauen dem syrischen Regime schenken, weil es sich als Beschützer schiitischer Interessen im Land präsentiert. Aber viele vergessen, daß es genau jenes Regime war welches früher schiitische Aktivitäten und Prozessionen in der Öffentlichkeit verbat. Wie leicht man in diese Falle geraten kann wird am Beispiel der Beziehungen zwischen al-Qaradawi und dem iranischen Regime deutlich, und wie Teheran mit Erschrecken die wahren Beziehungen zwischen ihm und Qatar feststellen mußte nachdem er von den Iranern in höchster Form lobgepriesen wurde.

Scheich Yasser al-Habib erklärte, daß Allianzen für zeitlich begrenzte Gründe gemacht werden können um ein gemeinsames Ziel zu erreichen wie dies oft zwischen sehr verschiedenen Kräften in Kuwait passiert, aber betonte die Notwendigkeit sich zu schützen und beim Urteilen über den Anderen sich Zeit zu lassen. Die heutigen Zeiten mit ihren komplexen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen können sehr verwirrend sein, viel mehr als die vergleichsweise einfacheren Verhältnisse während der Zeit der Imame (Friede sei mit ihnen). Desto mehr sollten wir heute im Zeitalter der Globalisierung und internationalen Beziehungen auf der Hut sein.

Der Scheich gab dann ein Beispiel aus der Geschichte des Iraq als sowohl die Anhänger Abu Bakrs als auch die Schiiten durch einen Herrscher der gleichen Unterdrückung ausgeliefert waren. Allianzen wurden wie noch nie zuvor geschmiedet, daß sogar die Historiker überrascht waren. Die Bakris akzeptierten sogar das Rufen Teile des schiitischen Gebetsrufs von ihren Minaretten, und Schiiten glorifizierten die umstrittenen der Sahaba obwohl dies einen Verrat gegen die Ahlul Bayt (Friede seim mit ihnen) gleichkam. Der Herrscher versuchte die beiden Glaubensrichtungen gegeneinader aufzuhetzen, aber dies gelang ihm nicht und wurde gestürzt. Danach hätte man erwartet, daß die Beziehungen zwischen den beiden Parteien fortgeführt werden, aber stattdessen begannen die Bakris mit der Verfolgung und dem Töten der Schiiten fortzusetzen.

Scheich Yasser al-Habib betonte die Notwendigkeit aus der Geschichte zu lernen, und daß das Aufgeben der eigenen Glaubenselemente und Grundsätze „zum gemeinsamen Wohl“ nur zu mehr Aufgeben, aus der er kein Zurück gibt, führen wird. Lautstark fragte der Scheich: „Wie oft hatten wir nachgegeben, und was bekamen wir als Dank dafür?“ Er betonte, daß wir Schiiten eine hervorragende Gemeinschaft seien, aber viel mehr erreichen könnten wenn wir dem Beispiel der Imame folgen würden. Weiters kritisierte er auch viele Schiiten weil sie schnell im Verurteilen von Gewaltakten sind, aber darüber hinaus nicht viel tun. Wenn wir alle dem Beispiel der Ahlul Bayt (Friede sei mit ihnen) folgen würden, dann würde nicht einem Schiiten ein Haar gekrümmt werden.

Als Scheich Yasser seine Rede beendete rief er alle Schiiten dazu auf, keinem zu vertrauen ohne sich selbst zu schützen, besonders Politikern welche oft behaupten unsere Interessen zu vertreten, und immer unseren Intellekt, den wir leider so oft vernachlässigen, zu verwenden.


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